Sternensterben

Diese ganzen schweren Texte
Über Staub zwischen den Sternen
Geist und Raum, den verwaisten Traum
Der Jugend, als mich diese Art
Mir zu schreiben noch verhexte
Magie in täglichen
Worten verborgen lag
Als mit dem Stern
Nicht gleich der Wunsch verstarb
Das leere Herz noch fern
Und unter Glück vergraben lag
Waren sie das letzte
Die das geheime Wissen um
Die Tränen in den Kissen barg
Und mir Mut zum weiterlesen gab.

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zoon politikon

Warum sollt´ ich politisch sein
in einer Welt aus Einsamkeit –
Einer Welt voll leerer Räume
Albträumen von den vielen
Engen Proletarierherzen
Den Eltern, die nichts vererbten
Als Schmerz und Schwielen
Arbeiterhänden, Dispo-
Grenzen an den falschen Enden
Stahlbeton statt Gold
Und schlechten Scherzen
Über alte Zeiten, Fleiß und Schweiß
In Spaßgesellschaft ausgehöhlter Träume
Dem letzten heißen Scheiß,
Dem Preis von Verschleiß und Abstellgleis –
in der ich mich stets versäume?

Wiederwehr

Der Jugendträume Trümmer
Sind weder Fleisch noch Stein
Nicht aufgeräumter Schimmer
Der Eigenblendung Schein

Ist kein Ort zum lang´ Verweilen
Oder Wirklichkeitsgefunkels
Ist kein Wort, lebt unter Zeilen,
Zuflucht wundervollen Dunkels

Es sei ein Fundamente zarten Glücks
In seltner Heim- und Wiederkehr
Verwirklichung im Blick zurück
Hier wiegen Herzen wieder schwer
Und wer sich einst so leicht verlor
Der ist hier wieder wer

Abenteuerurlaub

Zwischen den Fugen lagen
Schlangengruben
erschlagen war, wer sie betrat
hatte einen ganzen Tag verloren
in der Kälte nach dem Satz
zu heißer Ohren, verfroren
heim im dunklen Schein
der Lavaströme, ein
kleiner Fehltritt führt
ins Reich verlorener Söhne
Einklang reißt uns ins jähe Hier
denn wenn die Glocken läuten
heißt es wirklich rein
frag ob Deine Mutti Dir
die Schuhe morgen fester schnürt