Peripherie

Peripherie
Der Ort der stillen Trabanten
Ist dein Ursprung
Ist im Anfang noch
dein Wort, zwischen den Unbekannten
Rauschkrautgeflecht
achterdeck im
Totenkopfnebel
Hand verbrannt
an deinem Seelenfeuer

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Dämmerung

Dort wo ein Tag beginnt
gehen mir zwei zu Ende
Hab wieder freie Hände
durch die der Zeitfluß rinnt
Die Augen voll geheimer Träume
Um Tränen nicht zu wagen
Bleiben Herzen unterschlagen

Stupor

Es war als lernt man nur
Um des Studierens Willen
Alomohora und Stupor
Sind ein Gedicht im Stillen
Nur ausgesprochen relevant
im Referat am Montagfrüh
Mit Kopf bis übern Rand
Unbenotete Studentenkür
Was Tür die Nacht noch öffnen ließ
mich starr zu Boden fällte
Ist was Leben leben hieß
was den Blick auf Theorie entstellte

Bilder (verwackelt)

Diese kurzen Momente von Glück
(die ich heut endlich erkenne)
Wenn ich verwackelte Bilder sehe
Wo ich noch immer neben mir stehe
In der Verklärung von Zurück

Wichtig war, was man erlebt
dass man erinnern übertreibt
Weil der Rest Geschichte bleibt
die das eigene Herz nicht regt;

Wir waren doch die beiden Zeilen
zwischen dem Mitgemeinten
über lautes und leises Zweifeln

Wir waren der Leim
zwischen dem ungelenken Reimen
nach zu viel dunklem Wein

Dunkelzeit

Das Fenster läßt die Dunkelheit herein
Des Abends Kühle war schon hier
Denn alle Wärme floh mit Dir
Einsam war ich so noch nie, lediglich allein.
Man meint noch kurz, dass man sich kennt
Schon ist erneut alles verloren
Schwur nur wahr, so lang geschworen
Das einzig Feuer, das noch brennt
Ist Deine alte Kerze unter meiner Hand
Das letzte Licht, das noch nicht schwand
Dein Schatten hier an jeder Wand
Mehr ist mir nicht geblieben
Ich will sie für immer lieben
Wie das erste Ich, das ich erfand
In das Du Dich verliebtest
Nur das Nächste schon verriet es…