Auf geborgten Flügeln

Auf geborgten Flügeln

 

Wir stehen einen Meter nur vom Abgrund entfernt und schauen flüchtig unserem eigenen Verderben entgegen. Offenen Auges streiten wir noch das sicher bevorstehende Ende ab, nicht weil wir es nicht wahr haben wollten, sondern viel mehr, weil uns einfach nichts anderes mehr übrig bleiben darf!

Perspektive bleibt Perspektive. Wohl selbstnn noch, wenn es nur noch abwärts gehen kann. Und selbst dann noch, wnn wir es nicht einmal selbst waren, die immer schon öher flogen als ihre schmächtigen, geborgten Flügel sie zu tragen vermochten! Nun sind wir also tatsächlich in einem Moment angekommen, in dem nichts übrig zu bleiben scheint, als diesen Schritt zu gehen. Wir glauben zu wissen, dass es immer weiter gehen muss.

Stillstand heißt Rückschritt!

Rückschritt heißt Fehltritt.

Fehler heißt sterben!

Der Blick zurück ein weiterer Schritt in Richtung Untergang also. Es wird doch schon noch irgendwie weitergehen, es ging ja schließlich immer irgendwie weiter. Die Generation der Abgetriebenen, der Verdammten und der Hoffnungslosen, wer gibt sich schon gerne selbst solche Namen? Die Wunder dieser Zeit scheinen alle aufgebraucht… die kleinen Wohlstandsinseln sind alle auf Kredit finanziert, die Straßen, die für uns gebaut wurden führen doch alle nur ins Nichts, doch immerhin sind sie beleuchtet. Offenen Auges und verschlossenen Herzens leben wir in Richtung Zukunft.

Eine Generation, der der niemand gesagt hat wie dieses verdammte Leben denn nun zu funktionieren hat, steht vor euch und dass einzige, dass ihr uns noch zu sagen habt, sind die alten Ausflüchte, ist der alte Glaube, dass es schon irgendwohin weitergehen wird. Wir müssten es nur eben wagen weiterzugehen, selbst dann noch, wenn wir berechtigterweise zweifeln an euren hoffnungslosen Worten.

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