Plattengedanken II

schwarzweiß sind alle Platten Nacht

schwarzweiß sind alle Platten Nacht

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Bestandsaufnahme 23.01

Bestandsaufnahme 23.01

Wieder keinen Schlaf gefunden
Nacht verbracht
Mit Kramen in Gedanken
Frühst um viere wieder auferstanden
Kaffee soll das leere Herz
Beflügeln
und erneut zu Schlagen animieren
Ohne Schmerz sich für den kommend Tag erwärmen

Ein Blick hinaus, es regnet sacht durch Dunkelheit
Konzentrier´ mich auf den Augenblick
Höre dann ein kleines Stück Musik
Vergesse bald, wie früh, wie spät
Vergesse alle Zeit
Bin bald abgeneigt vom Hin
Vielmehr noch vom Zurück
Vom Glück, das fehlt im momentanen Hirn

Plattengedanken I

Es dunkelt rasch.
Von rechts.
Wird kalt aus jeder Richtung.
Ein Summen,
Wie von Geisterhand,
Und fast als wäre es gewollt.
Dazu ein krankes Schreien nun
Aus unerkannter Weite:
Unwirkliche Zeit
Umfließt die Knöchel sanft
Versucht dies zu umrahmen.
Die Kippe lässt sich zügig rauchen –
Schicksalsträchtig,
Und bedeutungsschwanger noch dazu.
Ein fremdes Auto
Pirscht sich bald heran
Im eignen Lichterkegel
Fährt gehaltvoll still an mir vorbei,
Zeit verschwimmt:
Zeiten rauschen laut
Im letzten Sonnenstrahl
Winternachmittags!
Dann Nacht.
Uneinschätzbares Wetter
Gesellt sich zu den Winden
Die heut nichts mehr künden können.
Der Sinngehalt,
Steht bereit,
Vermischt sich mit dem Bellen
Eines fernen unbeholfnen Hundes
Der auch bloß
Gegen diese Einsamkeiten kämpfen scheint.
Asche fällt gen Boden und erkaltet,
Trifft auf stummen Asphalt,
Ich bin müde.