In frühen Jahren

Suche nur nach meinen Worten:

Nach der alten Sprache, meiner letzten,

Wühlen durch Erinnerungsfetzen

an längst verlebten Orten.

Fühle noch das alte Herz;

in meiner alten Brust den alten Rhythmus schlagen

und mich, wie in diesen letzten Tagen

               und schon wieder wird es März…

 

Oder eben grad ein and´rer Monat, meinetwegen:

Profane Reime (allenthalben) wieder wagen,

Herz auf Schmerz, ganz wie in den frühen Jahren

als wären die Momente nie real gewesen.

Die zwischen uns         zwischen mir;

und die inzwischen zwischen allem stehen,

die wir, doch heute, längst nicht mehr verstehen

Doch waren´s Worte nur. Wir. Heute. Hier.

 

Hier, nur in den frühen Jahren.

Heute, nur wir selbst geblieben.

Worte bleiben auf den Zungen liegen,

sind auch nicht mehr was sie einst waren.

Spüre noch das alte Herz;

das alte Ich; das alte Hirn; das alte Leben

in einer schön´ren Zukunft, gerade eben:

            Das Versprechen, nur ein schlechter Scherz!

 

 

Soll ich also nur noch trauern, heute,

und Atemzug um Zug an damals denken?

Die Gedanken an ein früher nur verschwenden,

denn tatsächlich, ich vermiss die Leute.

Das ist nun dieses Leben, bis hierher;

man lebt, man stirbt; hat sich genähert und entfernt

Und mit der ganzen Zeit Vermissen nur gelernt

Was bleibt? Auf eine Art bleibt es für immer schwer…