Eine Geste im Raum

 Ein kalter Stuhl aus Schwere
inmitten dunklem Nichts
Darauf ein Hauch von leichtem Wahnsinn
ob all des zweifelhaften Lichts

 Ein Strudel fein aus Leere
unweit einer heißen Stirn
Unklar von welcher Seite
aus urheberlosem leichten Zwirn

 Ein verirrter Augenblick beginnt
von Echos und Visionen dann zu schweigen
Erfährt mit Fühlern das Genick
Will den Ausgang endlich weisen

 Finger einer unbekannten Hand
Schweifen ab von ihrer Suche
Schneiden Risse aufs Papier
rennen gegen jede fehlend Wand

 Sekunden voller Farben
Warten auf Gelegenheiten
Sehen Funken nicht im Brand
Verbünden sich zu bessren Zeiten

 Und ein endlich ungeladener Gast
In Verkleidung des spontanen Todes
Hebt die Gläser ohne Hast
Sammelt Worte voll des Lobes

 Eine seiner Gesten füllt den Raum
sammelt alle Augenblicke ein
Entwirrt den widerspenstigen Strudel
und flechtet einen letzten schönen Traum