II

Schien damals so der Mond,
als wir nach Utopien suchten
und nach schönen Worten,
die wie unsere Träume klangen,
im Mondschein sangen
und die die Zeit noch nicht versuchten?

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Erinnerungslücken

Und heute prügelt der Regen
meine altbekannten Straßen und
Wege ab
längst vom Weinen schlapp
doch keinen Gedanken
an Erinnerung schon müde

diese Gespenster, die wir riefen
als wir lachten, lebten, schliefen
trag ich nur zu gern mit mir
herum
bleiben garstige Zeugen,
beinah stumm,
meiner Erinnerungslücken
Gläser rücken, stoßen, trinken
und sich niemals beugen
dem Alter,
der Liebe, Melancholie.

Und heute staubt das Leben
mir altbekannte Gesichter und
Geschichten ein.
Nein, man muss nun nicht mehr weinen
beim kleinen Gedanken
an große Liebe und die Momente
die im Nachhinein
nie falsch verliefen
    denn es hieß für immer weiterleben

Heut noch auf Sternenstund
und hinaus über die Ziele schießen
Leidenschaft und Geister pflegen
in alten Gesichtern
alte Geschichten
und neue Spuren lesen
Hände halten und dazu
wieder tanzen
im endlich reinigenden Regen