Der Hoffende

Hier ein Link zum tollen Projekt der Montagslyriker, bei dem ich dieses Mal zum Glück dabei sein darf.
Wer es noch nicht kennt, sollte gerne stöbern.

miasraum

Die Reise durch die Welt der Worte geht heute Abend in die vierte Runde. Wir dürfen uns heute Abend auf den ersten Poeten freuen, der den Weg in unsere Montagslyrikerfamilie gefunden hat:-)

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Vatertag

Im tiefsten Regen stehst Du dort
Und rauchst und rauchst und rauchst und rauchst.
Die Frage ob Du etwas brauchst,
Entlockt Dir aber auch kein Wort.

In tiefsten Tiefen regst Du dich
auf, malst gern filigran auf Sandpapier.
Du warst doch immer da, für mich,
Doch eben nicht hier, bei mir.

Deine Füße graben als Aschenbecher
In meinen Garten Zigarettenlöcher.
Du fragst, ob Gedanken, auch die netten,
Einen Einfluß auf Realitäten hätten.

Todeskuss

Todeskuss

Ich hab so lange sehr an Dich gedacht
Ganze Nächte, dazwischen die Tage
So dass ich jetzt einfach mal frage
Stimmt es, Du küsst Tote wach?

Das Leben fußt auf einer Nacht
In der Sehnsucht sich erfüllt
Oder ein Trugblid sich enthüllt
„Du willst mich küssen? Ja dann mach!“

Doch mit Wünschen soll man achtsam sein
Denn was man begehrt, das muss
Nicht das Glück schon sein allein

So war es auch am Schluss
Nach dem Mut um Zuneigung zu frein
Stellt´s sich raus als Todeskuss

Alkohol und Asche

Alkohol und Asche

Mit den schweren Schwingen schwebt
Er lautlos über mir
Ich seh´s am Rascheln in den
Dunklen Blättern hier

Doch das heißt, dass ich noch leb
Trotz aller Schlechtigkeit in mir
Nur Alkohol und Asche find
Ich heut Nacht neben Dir

Kein anderes Gesicht mehr
Nicht mal Deines noch
Fehlt mir so sehr

Dass ich Flügel überhöre
Das Herz wollt so sehr lieben
Ich wusste, dass ich dabei störe