Scherbenklirren

Scherbenklirren

Unendeckt, bis es zu spät
ist, schlägt mein tapfer Herz
Es reimt nicht gern auf Schmerz
Doch es weiß zu gut wie´s geht

Niemals läßt es sich beirren
Nicht von all den Hürden hier
Nicht vom Zweifel in mir
Bis Scherben wie Gläser klirren

Doch trotz Schmerz zu schlagen
Kann man nicht trainieren
Und kann auch nicht mehr klagen

Am Ende werd ich eh verlieren
An guten wie an schlechten Tagen
Von Innen her krepieren

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Verlorene Jungs

Verlorene Jungs

Wir wollten auf der Straße leben
Gemeinsam, für alle Zeiten
Einfach und für immer so schweben
Eigentlich nur Kinder bleiben

Doch was blieb von diesem Fest?
Verändern wir denn noch die Welt?
Ich glaube doch an Feen, ganz fest

Ganz fest glaub ich, dass uns etwas hält
In langen Nächten, in einem Nest
Dann wenigstens der eigenen Geschichte Held

Wir wußten, wir waren Glückskinder
Weil wir im Regen tanzen konnten
blauäugig waren unter Blinden
Uns gegenseitig im Schatten sonnten

Konnten in Stille Melodien finden
Pfiffen Lieder mit ordentlich Wumms
Und auf die Regeln
Bis nimmer verlorene Jungs

Dann noch einen halben Vodka
auf die Hormone schütten

Marmeladenglasmomente

Marmeladenglasmomente

Die Schrift kommt beim Schreiben
Und der Tod folgt aufs Leben
Die Marmeladenglasmomente eben
Sammle ich für´s nächste Leiden

Denn der Schmerz erregt das Herz am meisten
Wenn es Frohsinn kennt und diese Liebe
Die wir beiden uns schenken, Liebe
Die wir verdienen ohne was zu leisten

Nur wenn der Wintermond sich
nochmals Bahnen bricht
blendet kurzes Dunkel mich

Dann suche ich nur ein Gesicht
Und seh ich endlich wieder Dich
Weiß ich heute Nacht verlieren wir uns nicht

Als ich nicht mehr dabei war

Als ich nicht mehr dabei war

Die unerwartetesten Nächte
bringen die besten Geschichten
Ob diese dann noch echt sind
Wissen nur Narben zu berichten

Heute sind die Treffen nur Erzählerei
Von Zeiten wilder Zauberei
Bloß bei den neusten Zechen
War ich wohl nicht mehr dabei

Nicht dass wir Geschichten jagten
Das hätt sie nur zerstört
Da wir das nie hinterfragten
Haben wir jeden Ruf gehört

Die jugendlichsten Nächte
Lassen sich am besten erdichten
Und der Geschichten besten
Sind manchmal die ehrlichsten

Wie von Alkohol betäubt, doch
Ohne den Spaß zuvor
Das schöne Vergessen hat
Sich bis zuletzt gesträubt

Von lang vergessenen Nächten
Wissen nur Narben zu berichten
Doch die großen Geschichten, die echten
Sind die mit mir beerdigten

Jeder Eindruck drückt
Direkt auf zarte Saiten
An Schönheit gemessen
Bin ich jetzt fast verrückt