Alkohol und Asche

Alkohol und Asche

Mit den schweren Schwingen schwebt
Er lautlos über mir
Ich seh´s am Rascheln in den
Dunklen Blättern hier

Doch das heißt, dass ich noch leb
Trotz aller Schlechtigkeit in mir
Nur Alkohol und Asche find
Ich heut Nacht neben Dir

Kein anderes Gesicht mehr
Nicht mal Deines noch
Fehlt mir so sehr

Dass ich Flügel überhöre
Das Herz wollt so sehr lieben
Ich wusste, dass ich dabei störe

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Verlorene Jungs

Verlorene Jungs

Wir wollten auf der Straße leben
Gemeinsam, für alle Zeiten
Einfach und für immer so schweben
Eigentlich nur Kinder bleiben

Doch was blieb von diesem Fest?
Verändern wir denn noch die Welt?
Ich glaube doch an Feen, ganz fest

Ganz fest glaub ich, dass uns etwas hält
In langen Nächten, in einem Nest
Dann wenigstens der eigenen Geschichte Held

Wir wußten, wir waren Glückskinder
Weil wir im Regen tanzen konnten
blauäugig waren unter Blinden
Uns gegenseitig im Schatten sonnten

Konnten in Stille Melodien finden
Pfiffen Lieder mit ordentlich Wumms
Und auf die Regeln
Bis nimmer verlorene Jungs

Dann noch einen halben Vodka
auf die Hormone schütten

Als ich nicht mehr dabei war

Als ich nicht mehr dabei war

Die unerwartetesten Nächte
bringen die besten Geschichten
Ob diese dann noch echt sind
Wissen nur Narben zu berichten

Heute sind die Treffen nur Erzählerei
Von Zeiten wilder Zauberei
Bloß bei den neusten Zechen
War ich wohl nicht mehr dabei

Nicht dass wir Geschichten jagten
Das hätt sie nur zerstört
Da wir das nie hinterfragten
Haben wir jeden Ruf gehört

Die jugendlichsten Nächte
Lassen sich am besten erdichten
Und der Geschichten besten
Sind manchmal die ehrlichsten

Wie von Alkohol betäubt, doch
Ohne den Spaß zuvor
Das schöne Vergessen hat
Sich bis zuletzt gesträubt

Von lang vergessenen Nächten
Wissen nur Narben zu berichten
Doch die großen Geschichten, die echten
Sind die mit mir beerdigten

Jeder Eindruck drückt
Direkt auf zarte Saiten
An Schönheit gemessen
Bin ich jetzt fast verrückt