Marmeladenglasmomente

Marmeladenglasmomente

Die Schrift kommt beim Schreiben
Und der Tod folgt aufs Leben
Die Marmeladenglasmomente eben
Sammle ich für´s nächste Leiden

Denn der Schmerz erregt das Herz am meisten
Wenn es Frohsinn kennt und diese Liebe
Die wir beiden uns schenken, Liebe
Die wir verdienen ohne was zu leisten

Nur wenn der Wintermond sich
nochmals Bahnen bricht
blendet kurzes Dunkel mich

Dann suche ich nur ein Gesicht
Und seh ich endlich wieder Dich
Weiß ich heute Nacht verlieren wir uns nicht

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Vom Gefühl, Erinnern zu verlernen

06 Banner.jpgMoin moin!

Heute habe ich das Vergnügen, hier endlich wieder auf ein bisschen Musik zu verweisen!

Nun ist doch einiges an Zeit vergangen, seit mit Leere Blicke einer meiner Texte klanglichen Kontext fand. Dieses Mal wollten Worte gefunden werden, um sich in einen atmosphärischen Soundteppich miteinzuweben. War Ort der Stille noch ein großflächigeres elektronisches Experiment und erster Gehversuch für die Beteiligten, wurden nun Schritte zur Innenansicht gegangen: Harsche Bässe fallen dabei eher in den Hintergrund zurück, der Grundton wird melancholischer, oft atmosphärisch verträumt, doch hier und dort auch überraschend angriffslustig. Der Anteil an gesprochenem Text ist gestiegen, der Versuch, Wörterfetzen als verbindendes Element dem Roten Faden des Albums hinzuzufügen, gewagt.

Das Resultat liegt nun vor und wird heute veröffentlicht!

Reinzuhören lohnt sich natürlich auf jeden Fall. Ein Download auf silent music oder bandcamp womöglich noch ein bisschen mehr, weil das Artwork das Gesamtwerk wunderschön abrundet.

Ich wünsche besten Hörgenuß,

grüße,

krone

 

Erinnerungslücken

Und heute prügelt der Regen
meine altbekannten Straßen und
Wege ab
längst vom Weinen schlapp
doch keinen Gedanken
an Erinnerung schon müde

diese Gespenster, die wir riefen
als wir lachten, lebten, schliefen
trag ich nur zu gern mit mir
herum
bleiben garstige Zeugen,
beinah stumm,
meiner Erinnerungslücken
Gläser rücken, stoßen, trinken
und sich niemals beugen
dem Alter,
der Liebe, Melancholie.

Und heute staubt das Leben
mir altbekannte Gesichter und
Geschichten ein.
Nein, man muss nun nicht mehr weinen
beim kleinen Gedanken
an große Liebe und die Momente
die im Nachhinein
nie falsch verliefen
    denn es hieß für immer weiterleben

Heut noch auf Sternenstund
und hinaus über die Ziele schießen
Leidenschaft und Geister pflegen
in alten Gesichtern
alte Geschichten
und neue Spuren lesen
Hände halten und dazu
wieder tanzen
im endlich reinigenden Regen

Leere Blicke reloaded

Hallo, Moin, und seid gegrüßt,

Aus aktuellsten Anlass veröffentliche ich einen alten Text hier erneut. Ein befreundeter Musiker fand Gefallen und Klangkulisse, so dass Leere Blicke fast vier Jahre nach Erstveröffentlichung nun auch in Musik gekleidet vorliegt. Ich wünsche guten Hörgenuß…

Leere Blicke

Ein altes stummes Herz hier vor mir liegt
Mit leerem Blick betracht’ ich’s, schauernd
In den letzten Stunden, ewig dauernd
Schlug’s ein einzig Mal. Die Zeit, sie siegt.

In all den Jahren hat es viel zu viel gepumpt
Nun liegt’s hier vor mir, trauernd sterbend
Weil ich weiß, es wird nie wieder gestern werden
Und weil ich nie was sagte ist es nun verstummt

Ich kann, und ja ich will es auch nicht glauben
Dass Tage schon gezählt sind, ehe angebrochen
Dass uns’re Schwüre schon gebrochen eh’ versprochen
Und dass das letzte Ende vor mir steht, mit leeren Augen

Mein altes treues Herz, komm schlag für mich
Los, pump mir noch den Tropfen Blut durch kalte Venen
Geben wir schon auf, obgleich wir uns noch sehnen?
Was ist denn Leben ohne Herz, und was die Liebe ohne dich?

Mehr zu Sirius findet man bei silent music und soundcloud, wo es ebenfalls das restliche, natürlich sehr hörenswerte, Album Ein Ort der Stille zum freiherunterladen gibt.

Grüße,

eine Krone aus Dornen