Wiederwehr

Der Jugendträume Trümmer
Sind weder Fleisch noch Stein
Nicht aufgeräumter Schimmer
Der Eigenblendung Schein

Ist kein Ort zum lang´ Verweilen
Oder Wirklichkeitsgefunkels
Ist kein Wort, lebt unter Zeilen,
Zuflucht wundervollen Dunkels

Es sei ein Fundamente zarten Glücks
In seltner Heim- und Wiederkehr
Verwirklichung im Blick zurück
Hier wiegen Herzen wieder schwer
Und wer sich einst so leicht verlor
Der ist hier wieder wer

Abenteuerurlaub

Zwischen den Fugen lagen
Schlangengruben
erschlagen war, wer sie betrat
hatte einen ganzen Tag verloren
in der Kälte nach dem Satz
zu heißer Ohren, verfroren
heim im dunklen Schein
der Lavaströme, ein
kleiner Fehltritt führt
ins Reich verlorener Söhne
Einklang reißt uns ins jähe Hier
denn wenn die Glocken läuten
heißt es wirklich rein
frag ob Deine Mutti Dir
die Schuhe morgen fester schnürt

Im Regen verlorene Notiz

Was man von hier aus sehen kann
Sind vor allem Mitgeschöpfe
Bis tief in die zweite Ebene verteilt
Wo man in einer langen Sommernacht
An den großen weiten Löchern weilt
Mit bis oben zugeknöpften Köpfen
Tausendstimmig eintönig
Sacht und schief ein Lied
Über die Welt voll Schatten singt,
Der man sich gut entzieht wenn man
Aus den hellhörigen Wänden Licht
Geräusch und Feuer macht.
Jeder Anfang ist ein Abschied
Bloß ist´s das größte Herz
Das stets als letztes lacht
Nur auch diesem dämmert irgendwann
Der Text, verstummt verstimmt
Bekommt Gesicht
Und hofft, dass dieses Loch,
Das sich zu einem Lächeln zwingt,
verheilt…