Scherbenklirren

Scherbenklirren

Unendeckt, bis es zu spät
ist, schlägt mein tapfer Herz
Es reimt nicht gern auf Schmerz
Doch es weiß zu gut wie´s geht

Niemals läßt es sich beirren
Nicht von all den Hürden hier
Nicht vom Zweifel in mir
Bis Scherben wie Gläser klirren

Doch trotz Schmerz zu schlagen
Kann man nicht trainieren
Und kann auch nicht mehr klagen

Am Ende werd ich eh verlieren
An guten wie an schlechten Tagen
Von Innen her krepieren

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Vermissen

Ist es das
was sie Vermissen nennen,
das Unkomplettsein
dieser große Schmerz,
da sucht das Herz
Synchronität, allein?
Das wollt ich niemals kennen.

Ist es das
was Sehnsucht heißt,
überall nur ein Gesicht zu sehen
und selbst der Blick auf schönste Sterne
bedeutet mir nichts mehr als Ferne
weil Gedanken sich nur um dich drehen,
wie du ja weißt.

Was es ist
das andere da meinen
weiß ich auch jetzt noch nicht,
doch dass du da bist, zwar nicht hier,
tröstet, denn es gibt ein Wir,
also bin ich fast glücklich
heute Nacht zu weinen.

Glühwürmchen

die Laken der Erinnerung
sind stark verwühlt.
doch wärmen sie
das Herz im Herbst –
der letzte Sommer ist verkühlt.

nur such´ ich noch immer,
von zu kurzen Tagen umspült,
die kleinen Fetzen
vom großen Für Immer,
das schwach noch in mir glüht.

die Bilder kommen im Tagtraum
bisher ungefühlt.
doch der Versuch,
Glühwürmer zu fangen,
war wohl noch verfrüht.

und bloß genug Fotos zu machen
haben wir uns bemüht;
doch der letzte –
eine – große Sommer
ist längst verblüht.

Leere Blicke reloaded

Hallo, Moin, und seid gegrüßt,

Aus aktuellsten Anlass veröffentliche ich einen alten Text hier erneut. Ein befreundeter Musiker fand Gefallen und Klangkulisse, so dass Leere Blicke fast vier Jahre nach Erstveröffentlichung nun auch in Musik gekleidet vorliegt. Ich wünsche guten Hörgenuß…

Leere Blicke

Ein altes stummes Herz hier vor mir liegt
Mit leerem Blick betracht’ ich’s, schauernd
In den letzten Stunden, ewig dauernd
Schlug’s ein einzig Mal. Die Zeit, sie siegt.

In all den Jahren hat es viel zu viel gepumpt
Nun liegt’s hier vor mir, trauernd sterbend
Weil ich weiß, es wird nie wieder gestern werden
Und weil ich nie was sagte ist es nun verstummt

Ich kann, und ja ich will es auch nicht glauben
Dass Tage schon gezählt sind, ehe angebrochen
Dass uns’re Schwüre schon gebrochen eh’ versprochen
Und dass das letzte Ende vor mir steht, mit leeren Augen

Mein altes treues Herz, komm schlag für mich
Los, pump mir noch den Tropfen Blut durch kalte Venen
Geben wir schon auf, obgleich wir uns noch sehnen?
Was ist denn Leben ohne Herz, und was die Liebe ohne dich?

Mehr zu Sirius findet man bei silent music und soundcloud, wo es ebenfalls das restliche, natürlich sehr hörenswerte, Album Ein Ort der Stille zum freiherunterladen gibt.

Grüße,

eine Krone aus Dornen