​Verdammte Geile Muse

Mit Küssen und hunderfachsten
Anderen Nettigkeiten
Lässt Du mich nicht ausreichend
Leiden um zu schreiben

Nun willst Du bei mir bleiben
Ich soll andren Musen weichen
Trotzdem dichten, am einfachsten
Nur noch über uns zwei beiden

Aber wie soll´s gehen
Wenn ich zu glücklich bin
In solch verliebten Zeiten

Kein Unglück kann geschehen
Groß und klein genug für Tiefsinn
Und lyrische Unendlichkeiten

Spätsommerlicht

​Spätsommerlicht im Frühherbst

Als wir uns die Hände gaben
War´s für immer nur,
Die Herztemperatur
In den Farben von Ingwertee
Wie ein Spaziergang gegen Weh,

Denn ich liebe nicht
Bloß jenes Licht
Das sich charmant
Und unaufdringlich leise
In den Augen bricht
Wenn Du Dich dann
Mit Blättern färbst;
Sondern auch die alte Weise
„Vergänglichkeit
Vergeht nicht
Mit der Zeit“

Jetzt bleibt
Alles beim guten Alten
Wenn wir
Weiter diese Hände halten

Vermissen

Ist es das
was sie Vermissen nennen,
das Unkomplettsein
dieser große Schmerz,
da sucht das Herz
Synchronität, allein?
Das wollt ich niemals kennen.

Ist es das
was Sehnsucht heißt,
überall nur ein Gesicht zu sehen
und selbst der Blick auf schönste Sterne
bedeutet mir nichts mehr als Ferne
weil Gedanken sich nur um dich drehen,
wie du ja weißt.

Was es ist
das andere da meinen
weiß ich auch jetzt noch nicht,
doch dass du da bist, zwar nicht hier,
tröstet, denn es gibt ein Wir,
also bin ich fast glücklich
heute Nacht zu weinen.

Leere Blicke reloaded

Hallo, Moin, und seid gegrüßt,

Aus aktuellsten Anlass veröffentliche ich einen alten Text hier erneut. Ein befreundeter Musiker fand Gefallen und Klangkulisse, so dass Leere Blicke fast vier Jahre nach Erstveröffentlichung nun auch in Musik gekleidet vorliegt. Ich wünsche guten Hörgenuß…

Leere Blicke

Ein altes stummes Herz hier vor mir liegt
Mit leerem Blick betracht’ ich’s, schauernd
In den letzten Stunden, ewig dauernd
Schlug’s ein einzig Mal. Die Zeit, sie siegt.

In all den Jahren hat es viel zu viel gepumpt
Nun liegt’s hier vor mir, trauernd sterbend
Weil ich weiß, es wird nie wieder gestern werden
Und weil ich nie was sagte ist es nun verstummt

Ich kann, und ja ich will es auch nicht glauben
Dass Tage schon gezählt sind, ehe angebrochen
Dass uns’re Schwüre schon gebrochen eh’ versprochen
Und dass das letzte Ende vor mir steht, mit leeren Augen

Mein altes treues Herz, komm schlag für mich
Los, pump mir noch den Tropfen Blut durch kalte Venen
Geben wir schon auf, obgleich wir uns noch sehnen?
Was ist denn Leben ohne Herz, und was die Liebe ohne dich?

Mehr zu Sirius findet man bei silent music und soundcloud, wo es ebenfalls das restliche, natürlich sehr hörenswerte, Album Ein Ort der Stille zum freiherunterladen gibt.

Grüße,

eine Krone aus Dornen