Todeskuss

Todeskuss

Ich hab so lange sehr an Dich gedacht
Ganze Nächte, dazwischen die Tage
So dass ich jetzt einfach mal frage
Stimmt es, Du küsst Tote wach?

Das Leben fußt auf einer Nacht
In der Sehnsucht sich erfüllt
Oder ein Trugblid sich enthüllt
„Du willst mich küssen? Ja dann mach!“

Doch mit Wünschen soll man achtsam sein
Denn was man begehrt, das muss
Nicht das Glück schon sein allein

So war es auch am Schluss
Nach dem Mut um Zuneigung zu frein
Stellt´s sich raus als Todeskuss

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Alkohol und Asche

Alkohol und Asche

Mit den schweren Schwingen schwebt
Er lautlos über mir
Ich seh´s am Rascheln in den
Dunklen Blättern hier

Doch das heißt, dass ich noch leb
Trotz aller Schlechtigkeit in mir
Nur Alkohol und Asche find
Ich heut Nacht neben Dir

Kein anderes Gesicht mehr
Nicht mal Deines noch
Fehlt mir so sehr

Dass ich Flügel überhöre
Das Herz wollt so sehr lieben
Ich wusste, dass ich dabei störe

Scherbenklirren

Scherbenklirren

Unendeckt, bis es zu spät
ist, schlägt mein tapfer Herz
Es reimt nicht gern auf Schmerz
Doch es weiß zu gut wie´s geht

Niemals läßt es sich beirren
Nicht von all den Hürden hier
Nicht vom Zweifel in mir
Bis Scherben wie Gläser klirren

Doch trotz Schmerz zu schlagen
Kann man nicht trainieren
Und kann auch nicht mehr klagen

Am Ende werd ich eh verlieren
An guten wie an schlechten Tagen
Von Innen her krepieren

Marmeladenglasmomente

Marmeladenglasmomente

Die Schrift kommt beim Schreiben
Und der Tod folgt aufs Leben
Die Marmeladenglasmomente eben
Sammle ich für´s nächste Leiden

Denn der Schmerz erregt das Herz am meisten
Wenn es Frohsinn kennt und diese Liebe
Die wir beiden uns schenken, Liebe
Die wir verdienen ohne was zu leisten

Nur wenn der Wintermond sich
nochmals Bahnen bricht
blendet kurzes Dunkel mich

Dann suche ich nur ein Gesicht
Und seh ich endlich wieder Dich
Weiß ich heute Nacht verlieren wir uns nicht