Halbschlaf

Die ganze Nacht im Halbschlaf
Mit auf links gedrehtem Herzschlag
Als Geistergestalt lieg‘ ich da
Sehr kalt spür‘ ich die Ferne nah
War nachts stets tiefer als am Tag

Wirre Träume aus Erinnerung und Sehnsucht
Die Lust zur Flucht nutz‘ ich nie gerne
Wo soll ich ohne mich auch hin
Aller Sinn und Unsinn der mich kreist
Ist Teil von einem müden Geist
Der die Sucht nach Zeit verbarg
Indem er zu oft zu den Sternen sah

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II

Schien damals so der Mond,
als wir nach Utopien suchten
und nach schönen Worten,
die wie unsere Träume klangen,
im Mondschein sangen
und die die Zeit noch nicht versuchten?

Mondliebe

Und nur noch diese Stille

zwischen meinem Dunkel

Der Mond scheint mir deinen Namen

In die Augen

Ich hätte keine Ahnung von Narben?

Stolpere über deine Risse, in der Haut,

über keinen Augenblick

der nicht unbeschrieben bliebe.

Schlimm ist die Angst vor dem Tod,

nicht der Tod selbst.

Nur noch Prolog

auf gilbendem Papier.

Es gibt Dinge, die sagt man nur blind,

ich habe schon viel zu lang gesehen,

viel zu sehr vermisst,

zu wenig vergessen; entgegen Gewohnheit.

In Scherben bricht Erinnerung.

Herein.

Schattenwanderung über stille Bekenntnisse

während Tinte endlich wieder trocknet.

Ich würde mich nun gern in dich verlieben.

Doch.

Scherbentanz vor innerem Auge,

Mondliebe.

Licht auf Haut,

und Schatten darunter