​Verdammte Geile Muse

Mit Küssen und hunderfachsten
Anderen Nettigkeiten
Lässt Du mich nicht ausreichend
Leiden um zu schreiben

Nun willst Du bei mir bleiben
Ich soll andren Musen weichen
Trotzdem dichten, am einfachsten
Nur noch über uns zwei beiden

Aber wie soll´s gehen
Wenn ich zu glücklich bin
In solch verliebten Zeiten

Kein Unglück kann geschehen
Groß und klein genug für Tiefsinn
Und lyrische Unendlichkeiten

Horizontsgezeiten

Horizontsgezeiten
Gelegenheit, erdachte Flügel auszubreiten,
zu spannen, bis an die Grenzen dieser Stille,
Reicht für einen letzten Nachtflug noch
allein der Rest an Wille
hier am Rand des nächsten Tages.

Ist ein Boden voller Poesie
auf abgetretenen Blättern
Anlauf mir genug
werden diese Wörterfetzen mir
doch noch zu Rettern?

kann Leere füllen
was sie hervorrief
mich noch verletzen
was so lange schlief
wovor ich so lang weglief
denn für Heldentaten
war ja nie das rechte Wetter

Bis zum Untergang der Sonne
Träume ich alte Lieder
Vom Gefühl, Erinnern zu verlernen
mit zu viel Regen im Gefieder
und dem dunklen Fleck im Nichts:

Ein Ort zwischen den Sternen.
Bis hierhin alles Vorgeschichte
von Musen, Fernweh
Scherbensammeln und Flügelweiten,
Horizontsgezeiten
Bis ich am Rand des nächsten Tags steh