Halbschlaf

Die ganze Nacht im Halbschlaf
Mit auf links gedrehtem Herzschlag
Als Geistergestalt lieg‘ ich da
Sehr kalt spür‘ ich die Ferne nah
War nachts stets tiefer als am Tag

Wirre Träume aus Erinnerung und Sehnsucht
Die Lust zur Flucht nutz‘ ich nie gerne
Wo soll ich ohne mich auch hin
Aller Sinn und Unsinn der mich kreist
Ist Teil von einem müden Geist
Der die Sucht nach Zeit verbarg
Indem er zu oft zu den Sternen sah

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Alkohol und Asche

Alkohol und Asche

Mit den schweren Schwingen schwebt
Er lautlos über mir
Ich seh´s am Rascheln in den
Dunklen Blättern hier

Doch das heißt, dass ich noch leb
Trotz aller Schlechtigkeit in mir
Nur Alkohol und Asche find
Ich heut Nacht neben Dir

Kein anderes Gesicht mehr
Nicht mal Deines noch
Fehlt mir so sehr

Dass ich Flügel überhöre
Das Herz wollt so sehr lieben
Ich wusste, dass ich dabei störe

Marmeladenglasmomente

Marmeladenglasmomente

Die Schrift kommt beim Schreiben
Und der Tod folgt aufs Leben
Die Marmeladenglasmomente eben
Sammle ich für´s nächste Leiden

Denn der Schmerz erregt das Herz am meisten
Wenn es Frohsinn kennt und diese Liebe
Die wir beiden uns schenken, Liebe
Die wir verdienen ohne was zu leisten

Nur wenn der Wintermond sich
nochmals Bahnen bricht
blendet kurzes Dunkel mich

Dann suche ich nur ein Gesicht
Und seh ich endlich wieder Dich
Weiß ich heute Nacht verlieren wir uns nicht