Der Parzen Faden

noch ruht in mir
was mich nicht schlafen lässt
wort um worte ringt
doch immer hin
und her durch finger rinnt
immer wartet
auf die nächste
eine stunde
mich hängen lässt
im dunklen wach,
während
es gedankenteppich spinnt.

nur eine runde
an der parzen faden
mich baumeln lassen
am mut, ein weitres wort zu wagen
an der idee, dass innere uhren
eine nächste große stunde schlagen

Albdruck

Last in Mark und Bein
auf Brust und Lebenslust
im Atemzug und nie genug
vom Druck der Welt, der kleinen Bagatelle.
Wunde Stellen vom ewigen Sitzschlaf
auf Bett und Korsett
im Umstand von Frust
Ohne das Finden der richtigen Stelle
die nicht juckt und nicht zuckt
nicht kratzt und nicht beißt
nicht mehr schwarz ist, nicht weiß
Und dann teil´ mir das Meer
in alle Regenbogenfarben des Zebras
um Schlaf zu finden in der Moral.

Doch der Dämon drückt schwer,
Last auf Brust und Seele,
Psyche, Flüche, Himmelsgunst,
ein Licht im ewig blassen Dunstkreis
Meiner Apathien der Wendekreise,
Frust der bleibt in ausgeschriener Kehle
Ein Maskenbild im ewig blinden Spiegel
Sieben alte Bücher ohne Siegel
bewacht der Fratzengott, ein alter Greis,
der einst ein Ich gewesen war
Fühlte, träumte, mit und ohne Glück
wünscht er sich diesen Druck zurück,
des Lebens Streben, bevor er war verwesen?