Halbschlaf

Die ganze Nacht im Halbschlaf
Mit auf links gedrehtem Herzschlag
Als Geistergestalt lieg‘ ich da
Sehr kalt spür‘ ich die Ferne nah
War nachts stets tiefer als am Tag

Wirre Träume aus Erinnerung und Sehnsucht
Die Lust zur Flucht nutz‘ ich nie gerne
Wo soll ich ohne mich auch hin
Aller Sinn und Unsinn der mich kreist
Ist Teil von einem müden Geist
Der die Sucht nach Zeit verbarg
Indem er zu oft zu den Sternen sah

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Der Parzen Faden

noch ruht in mir
was mich nicht schlafen lässt
wort um worte ringt
doch immer hin
und her durch finger rinnt
immer wartet
auf die nächste
eine stunde
mich hängen lässt
im dunklen wach,
während
es gedankenteppich spinnt.

nur eine runde
an der parzen faden
mich baumeln lassen
am mut, ein weitres wort zu wagen
an der idee, dass innere uhren
eine nächste große stunde schlagen

Albdruck

Last in Mark und Bein
auf Brust und Lebenslust
im Atemzug und nie genug
vom Druck der Welt, der kleinen Bagatelle.
Wunde Stellen vom ewigen Sitzschlaf
auf Bett und Korsett
im Umstand von Frust
Ohne das Finden der richtigen Stelle
die nicht juckt und nicht zuckt
nicht kratzt und nicht beißt
nicht mehr schwarz ist, nicht weiß
Und dann teil´ mir das Meer
in alle Regenbogenfarben des Zebras
um Schlaf zu finden in der Moral.

Doch der Dämon drückt schwer,
Last auf Brust und Seele,
Psyche, Flüche, Himmelsgunst,
ein Licht im ewig blassen Dunstkreis
Meiner Apathien der Wendekreise,
Frust der bleibt in ausgeschriener Kehle
Ein Maskenbild im ewig blinden Spiegel
Sieben alte Bücher ohne Siegel
bewacht der Fratzengott, ein alter Greis,
der einst ein Ich gewesen war
Fühlte, träumte, mit und ohne Glück
wünscht er sich diesen Druck zurück,
des Lebens Streben, bevor er war verwesen?