Abschiedsbriefe

Nur ein Leben in losen Zeilen
Zwischen all dem lauten Zeug und Kram
Das mit der Schwarzen Dame kam
Mit ihren Keilen unter jeder Tür
In allen Räumen nichts als Schweigen
Stille über allem Material
Viel zu leeren Zetteln in aschfahl.

Als verzweifelt mit ihr zu lachen
Kann man doch nichts dagegen machen
– dagegen dagegen, nie dafür –
Nur noch Abschiedsbriefe an die
Perverse Schattendame
Lediglich zwischen den Versen
Der Wunsch endlich zu heilen

Todeskuss

Todeskuss

Ich hab so lange sehr an Dich gedacht
Ganze Nächte, dazwischen die Tage
So dass ich jetzt einfach mal frage
Stimmt es, Du küsst Tote wach?

Das Leben fußt auf einer Nacht
In der Sehnsucht sich erfüllt
Oder ein Trugblid sich enthüllt
„Du willst mich küssen? Ja dann mach!“

Doch mit Wünschen soll man achtsam sein
Denn was man begehrt, das muss
Nicht das Glück schon sein allein

So war es auch am Schluss
Nach dem Mut um Zuneigung zu frein
Stellt´s sich raus als Todeskuss