Süffiger Abgang XI: Hoffnungsschimmer

11 Hoffnungsschimmer

War stumm, bis ich zur Sprache fand
Die zunächst so krächzte
anfangs noch untersetztes
willkürliches Wortgewand

Ein noch zu kleiner Ort
dieser Herzenskerne
Denn selbst, wenn er leer ist
Fasst er kaum ein ganzes Wort

Meidet Silben über Schwächen
Diesen Satz, der geschwärzt ist
Unter einem zarten Lächeln

Das jedes Zweifeln schlichtet
Erst wenn mich wieder Schmerz frisst
Wird neue Hoffnung erdichtet

Scherbenklirren

Scherbenklirren

Unendeckt, bis es zu spät
ist, schlägt mein tapfer Herz
Es reimt nicht gern auf Schmerz
Doch es weiß zu gut wie´s geht

Niemals läßt es sich beirren
Nicht von all den Hürden hier
Nicht vom Zweifel in mir
Bis Scherben wie Gläser klirren

Doch trotz Schmerz zu schlagen
Kann man nicht trainieren
Und kann auch nicht mehr klagen

Am Ende werd ich eh verlieren
An guten wie an schlechten Tagen
Von Innen her krepieren

Wolkennacht

Die Welt voller Wolken

beschlagenes Glas

Lauter Regen im Fenster

Gedanken an Gras.

 

Kein Tropfen dringt ´rüber

Durch Stille und Stirn

Ein Glas voll Vergessen

Erinnerung ein Zwirn.

 

und hab ich nicht immer

nur gehofft es geht bergauf

Glauben verschwindet

an ein Leben zuhaus´?

 

War´s denn nicht so gut

War es nicht der gleiche Ort

Momente aus Zucker

Gilt es nicht mehr, unser Wort?

 

Die Welt ist aus Schweigen

aus Bildern falscher Zeit

und falls sie düster bleiben

wird der Weg zurück zu weit,

 

und all diese Zweifel

sind laut und egal

stetig vorhanden

so wie es immer schon war…