broken reflection

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Niemals mehr

Wir nicken uns zu, und sehen aneinander vorbei

Atmen noch die selbe Luft

Doch niemals mehr synchron,    niemals mehr

Und selbst solch alter Duft

Wirkt heute nur, als ob er abgestanden sei

 

Wir begrüßen uns, doch sagen nichts

Stehen einsam hier im selben Raum

Doch niemals mehr gemeinsam,     niemals mehr

Erinnerung wie ein vergessen Traum

Worte, als ob du von Ferne mit mir sprichst

 

Fast hätt´ ich nicht mehr dran gedacht

Hinter all den alten Späßen

Wie oft man über größten Unfug lacht

 

Als seien wir zwei andre Wesen

Bis zu eben dieser bitterdunklen Nacht

Immer schon und niemals mehr gewesen

 

Geruch von Flieder

Und die Jahre zwischen dir und mir.
Hier verringern sie sich wieder, unnachgeblich
Im Glanz des Mauerparks:
Gebrochene Erinnerung gelebter Träume
spiegelt sich im matten Glanz der Lieder,
schichtet sich auf ein paar Stunden,
unbesungene Momente noch im blassen Flieder,
gleich wie Staub zersprengter Welten.

Wozu Worte immer noch zu milde bleiben,
lassen keinen Raum für alte Fragen
denn bei all den trennend Orten:
Was verändern da und dort Sekunden,
die sich ziehen lassen bis Unendlich,
um dann endlich eine Träne doch zu schlucken,
doch zu sehen, dass Zeiten noch vergehen
und Raum sich ändert, unerlässlich,
Wände wachsen, unbestechlich,
Erinnerungen fortbestehen im Lauf der großen Welt.
Noch wenn nichts mehr zu erinnern übrig bleibt
man sich trotzdem genau hieran immer festhält.